IM ZENIT 9 Zenit | September 2026 Benedikt Weibel blickt gern auf die Sechzigerjahre und das damalige Lebensgefühl zu- rück: «Es war wohl das sorgloseste Jahrzehnt der Geschichte.» Natürlich trug auch er lange Haare, bewegte sich auf der anarchistischen Linie und wohnte in einer linken WG. «Das alles hat mich politisiert und ich lernte, frei zu denken», so Benedikt Weibel. Er bezeichnet sich selbst als undogmatischen Freigeist, der sich zum faktenorientierten, zuweilen skeptischen Empiriker gewandelt hat. Bücher und Bergsteigen: Daran kommt man nicht vorbei, wenn es darum geht, Benedikt Weibel kennenzulernen. Er schreibt Bücher, macht Lesungen, siv miterlebt. Gleichzeitig packte Benedikt Weibel eine regelrechte Lesewut. «Hermann Hesse, Bertolt Brecht, Franz Kafka – alles habe ich aufgesogen. Wir haben gegen Autoritäten aufbegehrt und ein grosses Freiheitsgefühl hat sich breit gemacht.»
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