Zenit Nr. 2. Juni 2026

Zenit | Juni 2026 RATGEBER FOKUS ✺ 23 Ob allein oder in kleiner Gemeinschaft: Essen ver- dient Aufmerksamkeit. Wer selbst kocht und für sich sorgt, darf den Mahlzeiten Wertschätzung schenken. Nicht als Pflicht, sondern als freundliche Geste sich selbst und dem Moment gegenüber. Zu Tisch – auch wenn Sie allein sind Ein liebevoll gestalteter Essplatz macht keinen grossen Aufwand. Es geht dabei nicht um Perfektion, sondern um kleine Rituale, die sagen: «Jetzt ist Essenszeit. Jetzt bin ich wichtig.» Mit wenigen Handgriffen wirkt Ihr Tisch einladend. Das tut nicht nur dem Gaumen gut, sondern auch dem Wohl- befinden. Platz bewusst auswählen: Wenn möglich, essen Sie immer am gleichen Ort – nicht «rasch am Küchentisch», nicht vor dem Fernseher, nicht zwi- schen Tür und Angel. Ein fester Ess- platz gibt Struktur und Ruhe. ● Räumen Sie den Tisch kurz frei: Zeitung, Post und Handy dürfen warten. ● Wählen Sie, wenn möglich, einen Platz mit Fensterblick oder eine Ecke, die Ihnen gefällt. ● Achten Sie darauf, bequem zu sitzen, ein gutes Kissen kann viel ausmachen. Tischdecke oder -set: Eine Tisch- decke oder ein Tischset wirken wie ein Kleid für den Tisch. Innert Sekun- den verändert sich die Atmosphäre. ● Es darf auch ein abwaschbares Tisch- set sein, das reicht völlig. ● Helle Farben oder ein dezentes Mus- ter sorgen für Leichtigkeit. ● Dasselbe Set im Alltag schafft Ver- trautheit. ● Der Tisch wirkt «angezogen» – und das Essen bekommt einen Rahmen. Schönes Geschirr: Viele heben «das gute Geschirr» für Besuch auf. Dabei dürfen Sie selbst Gast sein. ● Servieren Sie das Essen auf einem Teller, statt aus dem Topf zu essen. ● Ein kleinerer Teller wirkt oft feiner und strukturierter als ein grosser. ● Ein schönes Glas – auch für Wasser – macht den Unterschied. ● Es braucht kein besonderes Service. Entscheidend ist die bewusste Wahl. Blickfang Mitte: In Restaurants fin- det sich fast immer etwas in der Tisch- mitte – als Ruhepunkt fürs Auge. ● Stellen Sie eine kleine Pflanze oder eine einzelne Blume im Glas auf ● oder ein schönes Steinchen, ein Holzobjekt, ein Teelicht oder – wenn ● Sie mögen – etwas Persönliches. ● Ein solcher Blickfang schafft Atmos- phäre und lädt zum Verweilen ein. Hübsche Serviette: Kleines Detail mit grosser Wirkung. ● Verwenden Sie eine Stoffserviette (sie muss nicht gebügelt sein) ● oder eine schöne Papierserviette. ● Sie senden ein klares Zeichen: Jetzt ist Essenszeit. Nicht nebenbei, son- dern bewusst. Licht macht Stimmung: Das Essen schmeckt nachweislich besser bei angenehmem Licht – vor allem am Abend. ● Warmes, weiches Licht wirkt beru- higend. ● Lieber eine kleine Tischlampe als grelles Deckenlicht. ● Optional: eine Kerze – aber nur, wenn Sie sich damit sicher fühlen. ● Licht verändert die Stimmung, ohne viel Aufwand. Mini-Ritual vor dem Essen: Gute Restaurants nehmen sich einen Moment – das können Sie auch. ● Kurz hinsetzen. ● Einmal tief durchatmen. ● Innerlich sagen: «Jetzt darf ich mir Zeit nehmen.» ● Dieses Ritual dauert fünf Sekunden – und verändert das Gefühl für die ganze Mahlzeit. Foto: Adobe Stock

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