Zenit Nr. 2. Juni 2026

Zenit | Juni 2026 14 einander zu und tauschen uns darüber aus, was uns bewegt.» Wichtig sei ihnen, ihre Freundschaft am Leben zu erhalten und zu aktivie- ren. «Dafür ist der Mittagstisch ein grossartiges Instrument.» Seniorinnen und Senioren zu Gast in der Kita Jeden Dienstag, Donnerstag und Frei- tag hat die «KITA JAKARI» in Willis- au zwei Gäste aus dem Alterszentrum Zopfmatt zum Mittagessen. Rund zehn Kinder im Alter zwischen drei Monaten und fünf Jahren speisen zusammen mit zwei Seniorinnen und Senioren. Begonnen hat alles vor gut einem Jahr, als die Grossmutter des Partners von Kita-Leiterin Annemarie Tanner einmal pro Woche zum Mittagessen eingeladen wurde. «Sie hatte uns immer so liebevoll unterstützt, dass wir ihr etwas zurückgeben wollten», sagt Annemarie Tanner. «Da haben wir gemerkt, wie wertvoll es ist, wenn junge und alte Menschen zusammenkommen. Es ermöglicht soziale Teilhabe und hilft gegen Einsamkeit und Isolation.» So entstand die Idee, dass regelmässig Bewohnende aus dem nahe gelegenen Alterszentrum zu Gast in der Kita sein dürfen. Auch die Kinder profitieren von dieser Generationenbegegnung, ist die Kitaleiterin überzeugt. «Die Kinder sind offen und interessiert und sammeln selbst wertvolle Erfahrun- gen im Umgang mit betagten Men- schen. So gesehen ist es eine Win-winSituation.» Generationen zusammenbringen Alle Generationen zusammen eine gute Zeit verbringen: Das ist die Idee hinter dem Mittagstisch in Wikon, der zwar «nur» viermal im Jahr stattfindet, dafür aber auf grosses Interesse stösst. «Letztes Mal haben wir die Hunderter- marke geknackt», sagt Martina Frisch- knecht vom Familien Netzwerk Wikon. Zusammen mit Beatrice Lauber von der örtlichen Pro Senectute und Ramona Moser vom Gemeinnützigen Frauenverein organisiert sie diesen Anlass in der Mehrzweckhalle. Seniorinnen und Senioren, aber auch Familien mit Kleinkindern, Oberstufenschüler, Arbeitstätige und viele mehr nehmen jeweils teil. «Vom Säugling bis zum 90-jährigen Witwer ist alles vertreten», sagt Martina Frischknecht. «Es ist genau das, was wir wollten: etwas Generationsübergreifendes auf die Beine stellen.» Ähnlich wie in Schötz haben sich auch in Wikon viele Menschen als freiwil- lige Helfer gemeldet. «Eine Gruppe

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