67 Um den Produktionsstandort Schweiz zu garantieren, musste in den 70er-Jahren ein Weg gefunden werden, der eine kostengünstige Aufbautenherstellung in Einzelanfertigung und in Kleinserien ermöglichte. Zudem galt es, die Schwachstellen der Aluminium-Schweisskonstruktionen zu eliminieren. Neuentwicklungen verschlingen in der Regel Unsummen an Geld. Deshalb braucht es meistens mehr als einen Impuls, der die Entwicklung in Gang bringt. Ein solcher Anstoss zur CO-BOLT®- Entwicklung kam von der schwedischen Volvo, die in den USA eine Aluminiumbusproduktion aufziehen wollte. Um in der Produktion teuer auszubildende Aluminiumschweissspezialisten möglichst umgehen zu können, waren die Schweden sehr an einer geschraubten Konstruktion interessiert. Ein Knackpunkt für die Produktion in den USA war, dass Aluminium-schweissen Ozon freisetzt. Die teuren Schutzeinrichtungen (Filter usw.) wollte man nach Möglichkeit einsparen. Erfahrungen mit der Problematik des Schweissens hatte HESS auch in Australien und Neuseeland gemacht, wo seit 1978 die Carrosseriefirmen Volgren und New Zealand MotorBodies geschweisste Aufbauten nach HESS-Lizenz herstellten. Neben der Ausbildung des Personals und der Materialvorbereitung verursachte speziell in Neuseeland der Umstand Mühe, dass das Argon-Schutzgas mühsam in Japan beschafft werden musste. In Zusammenarbeit mit der Aluminiumindustrie entwickelte HESS Fahrzeugkonstruktionen aus Aluminium-Spezialprofilen, welche – mit Mehrfachfunktionen versehen – die Arbeitsgänge wesentlich vereinfachten. Sämtliche Busse Unten: Darstellung des geschraubten Gerippeaufbaues. Weg vom Schweis sen, alle Verbindungen geschraubt. Das CO-BOLT®- Bausystem entsteht.
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