66 bar waren die Fahrzeuge der neuen Generation an ihrer kubischen Form mit den hochgezogenen Seitenfenstern, die eine Abkehr von praktisch allen runden Stilelementen mit sich brachte. Konkurrenzfähigkeit dank Aluminium-Grossprofil-Bauweise Bei der Firma HESS wurde zur Problemlösung ein anderer Weg eingeschlagen. 1961 hatte HESS die erste Aluminiumkonstruktion in geschweisster Bauweise vorgestellt. Um einen möglichst grossen Rationalisierungseffekt zu erreichen, perfektionierte man diese geschweissten Konstruktionen. Um die Zahl der Gerippeteile und Schweissungen zu vermindern, entwickelte HESS die Aluminium-Grossprofil-Bauweise. Insbesondere der Bau von Dachgerippe, Dachgurt, Fensterrahmen, Brüstung und der Seitenwände wurde dadurch stark vereinfacht. Und Vereinfachungen bedeuteten natürlich Kosteneinsparungen. Entsprechende Patente wurden 1972 eingereicht und weltweit als Neuheit anerkannt. Das durchgehende SeitendeckelPrinzip fand ebenfalls grosse Beachtung. Alusuisse erhielt den Auftrag, die entsprechenden Grossprofile herzustellen. 1976 erhielten HESS den definitiven Patentschutz mit Nr. 58129. Die geschweisste «Röhre» aus Grossprofilen erwies sich allerdings als sehr starr, was durch torsionsbedingte Überbeanspruchung bei den Mitteltüren zu Rissbildung führte. Betroffen waren unter anderen die Aufbauten der Saurer RH Reihe. Durch zeitintensive Analysen der Ursachen wurden Reparaturmethoden entwickelt, so dass nach und nach alle Fahrzeuge wieder voll einsetzbar waren. Geschraubte Aluminiumkonstruktion löst geschweissten Wagenkasten ab HESS geriet in den nächsten Jahren unter Zugzwang. Zwar bot die Firma qualitativ hochwertige Busaufbauten an, die sich gegenüber den konventionellen Stahlkonstruktionen durch Korrosionsfestigkeit und Langlebigkeit auszeichneten. Die Kehrseite war aber der höhere Preis dieser geschweissten Aluminiumkonstruktionen. Links: Vergleichendes Spannungsdiagramm von Aluminiumverbindungen.
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