140 Die Aspekte und das Potenzial einer rationalen Fertigung zeigten sich dabei in aller Deutlichkeit, sei es im Arbeitsablauf, bei den Durchlaufzeiten oder im Materialeinkauf. 1998 folgte eine Anschlussbestellung für weitere 550 Mannschaftswagen und 350 Kommandofahrzeuge. Das DURO-Projekt war für HESS auch das Projekt der grossen Zitterstunden: Die logistische Herausforderung, «just in time» zu liefern, und das stundengenau, mit einem speziellen Sattelschlepper, steckerfertig und sauber, diese Herausforderung war überdurchschnittlich hoch. Die Vorgabe war 2 Aufbauten pro Arbeitstag an die Schlussmontage bei Bucher geliefert. Keine 2 Stunden später erfolgte Schlusskontrolle und Abnahme durch die GRD-Experten Gross war und ist denn auch heute noch der Stolz des HESS-Teams, in allen Punkten perfekt gearbeitet zu haben. Besonders, wenn wir auf den Strasse «unserem DURO» im Einsatz begegnen oder spontan Lob von Rekruten oder WK-Absolventen über die guten Fahreigenschaften erhalten. DURO-Mannschaftswagen. Universell tauglich Leider liess sich aus politischen Gründen (Lobbyismus) eine umfassende Ausweitung der Produktelieferungen ins Ausland nicht realisieren. Einzig Venezuela bestellte noch 150 Fahrzeuge. Eindrückliche Präsentationen in verschiedenen Ländern bewiesen aber die universelle Tauglichkeit der DURO. Die BUCHER-Gruppe entschied später, per 1. Januar 2003 den Bereich Armeefahrzeuge an die spezialisierte Mowag-Gruppe zu verkaufen. Damit schloss sich auch für HESS der Kreis wieder. Max Naef: «Der DURO ist ein grosses, unvergessliches Kapitel in der HESS-Geschichte. Wir danken allen Beteiligten. Ein spezieller Dank geht an Herrn Feigel, Direktor und oberster Projektleiter des DURO-Auftrages, wie auch an Herrn Sasse, als Erfinder des speziellen Differenzialausgleiches im Antriebsstrang und als genialer Konstrukteur des Fahrgestelles. Auch das Ziel der parlamentarischen Intervention wurde erreicht, nämlich Technik und Know-how aufzubauen und Arbeitsplätze in der Schweiz zu erhalten.»
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