126 Zugfahrzeuge dienen HESS-Busse mit Chassis Scania, ebenfalls in Lizenz durch Baltcoach montiert. In Deutschland konnte dank des visionären Einsatzes einer Interessengruppe um Reinhard Fritsch das seit 1960 geltende Verbot für Personenanhänger gelockert werden. Grund dafür waren einerseits die von HESS gebauten Personenanhänger, andererseits die Ausführungsbestimmungen für Personenanhänger des Schweizerischen Strassenverkehrsgesetzes. Die Firma Behrendt in Lehnin bei Potsdam nahm 2003 den – seit Jahrzehnten – ersten neuen Personenanhängerzug Deutschlands in Betrieb, ein Gespann von HESS des Typs BusZug31. Das brachte der Idee grosses Aufsehen und Publizität. Plötzlich wurde die «Schweizer Speziallösung» wieder salonfähig und weitere Verkehrsunternehmen Deutschlands orderten HESS-Buszüge verschiedenster Grösse, u.a. Wolfsburg den BusZug31, Pinneberg den BusZug7 und Hüttebräucke in Leichlingen den BusZug7LE. 2005 erhielt zudem die PostBus Österreich zwei HESS-Personenanhänger in der Überlandausführung. Als Zugfahrzeuge dienen drei Temsa-Hochflurbusse. Ihnen folgten 2006 vier weitere komplette HESS-Buszüge des Typs BusZug31. Ein Personenanhänger in Überlandausführung und das erste Mal einer mit Klimatisierung ging ferner 2006 an die Firma Weber Voyage in Oben: Anhängerzug bei Firma Hüttebräucker in Leichlingen (D) im Einsatz. Canach (Luxemburg). Die Fahrzeuge verkehren im Pendlerverkehr grenzüberschreitend zwischen Luxemburg und Trier (D). Damit gelang es, innert weniger Jahre den Buszug wieder in vier Ländern «anzusiedeln», eine exzellente Ausgangslage für eine weitere Verbreitung in den kommenden Jahren. Ergänzende Entwicklung: Der Klein-Personenanhänger Auf Buslinien, auf denen wegen der Platzverhältnisse keine Standardbusse, sondern nur Klein- oder Midibusse eingesetzt werden können, kann auch die Situation entstehen, dass in Spitzenzeiten das Platzangebot nicht ausreicht. Im Jahre 2002 hatten die Zugerland Verkehrsbetriebe (ZVB) auf ihrer Linie 12 vom Bahnhof in das Quartier Gimmenen dieses Problem, das sie mit einem kleinen Personenanhänger lösten. HESS konstruierte und baute zusammen mit der Fahrzeugbaufirma Zbinden aus Posieux FR für diesen Einsatz einen Klein-Personenanhänger. Entsprechend dem Gesamtzugewicht erhielt das Produkt den Namen BusZug7. Die Carrosserie des Anhängers ist im bekannten CO-BOLT®-System ausgeführt. Ähnliche Anhängerzüge nahmen 2003 die Pinneberg Verkehrsgesellschaft (Deutschland) sowie die Firmen Meier in Regensdorf und Hüttebräucker in Leichlingen (Deutschland) in Betrieb.
RkJQdWJsaXNoZXIy MjYwNzMx