125 HESS-Personenanhänger Renaissance des Buszuges Trotz Gelenkbussen und dem 3-Minuten-Intervall stiessen die Verkehrsbetriebe Luzern (VBL), vor allem auf der Linie nach Kriens, in den 90erJahren an die Kapazitätsgrenzen. Aus einer Auswahl von rasch realisierbaren Lösungsmöglichkeiten zeigte sich, dass der Einsatz von Personenanhängern die beste Variante war. Nach 24 Jahren Unterbruch führten die VBL im August 1998 daher wieder den Personenanhängerbetrieb ein. Für die Sicherheit der Fahrgäste wurden folgende Massnahmen getroffen: • I nformation der Fahrgäste über Mikrofon durch den Wagenführer bzw. die Leitstelle • A udiovisuelle Anzeige/Ansage der Haltestellen • A uch tagsüber beleuchteter Streckenplan • V ideoüberwachung des Anhänger-Türbereichs durch den Wagenführer • Vierfache Türsicherung • N otsignalknöpfe zwecks Kontaktaufnahme mit dem Wagenführer • Separater Rollstuhlplatz • A bsperrung des Zwischenraums zwischen dem Zugfahrzeug und dem Personenanhänger mit dehnbaren Bändern Insgesamt 23 HESS-Personenanhänger vom Typ APM5.6-12 kamen in den Jahren 1998 bis 2005 zur Ablieferung. Diese Fahrzeuge sind in Niederflurbauweise gebaut und verfügen über die moderne CO-BOLT® 2-Carrosserie. Entsprechend wurden HESS-Trolleybusse mit Chassis NAW BT5-25 mit Baujahr 1989 für den Personenanhängerbetrieb aufgerüstet. Das Know-how von HESS bei der Herstellung und die Erfahrungen der Schweizer Verkehrsbetriebe mit dem Personenanhängerbetrieb sind im Ausland gefragt: Die Verkehrsbetriebe der estnischen Hauptstadt Tallinn haben 1999 25 Personenanhänger in Betrieb genommen, die die einheimische Firma Baltcoach in Tartu nach Lizenz von HESS hergestellt hat. Als Oben: Kom 7665, BusZug 7LE für ZVB Zug. Der Anhänger ist beliebt weil sehr geräuscharm.
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