124 lisch gesteuert. Die Carrosserie entstand – im Gegensatz zur übrigen HESS-Fahrzeugfamilie – ganz aus Stahl. Durch den Entscheid diese neue Niederflur-Anhänger-Generation mit Stahlstrukturen auszuführen waren einfachere Strukturberechnungen möglich und die kurze Lieferzeit fand Anklang beim Kunden. Die Klappen und Schürzen sind aus Anticorodal, die Front, das Heck und das Dach sind aus glasfaserverstärktem Kunststoff. Wie die Vorgänger hat auch dieser Prototyp ein Zentralrohrchassis. Querträger dienen für die Aufnahme der Carrosserie und jochartige Federbeinabstützungen für die Aufnahme der Kräfte von der Strasse her. Nach umfangreichen Versuchen und Verbesserungen sowie nach der Abnahme des Prototyps im Jahre 1987 durch das Bundesamt für Verkehr konnten schliesslich 20 Serienfahrzeuge dieses Typs an HESS in Auftrag gegeben und bis 1990 abgeliefert werden. Die Zugerland Verkehrsbetriebe (ZVB) standen Anfang der 90er-Jahre vor der Frage, ob sie ihre Buszüge der beiden Berglinien nach Ägeri und Menzingen durch neue Buszüge oder durch Gelenkbusse ersetzen sollen. Abzulösen waren acht bald 20-jährige Zugfahrzeuge und sieben 30- bis 35-jährige Anhänger. Aus folgenden Gründen entschieden sich die ZVB für neue Buszüge: • S tarke Pendlerspitzen zwischen Zug und dem Ägerital mit langen Reisezeiten verlangen ein hohes Sitzplatzangebot • F lexible Reaktion des Wagenführers beim stark wetterabhängigen Wochenend-Ausflugsverkehr, indem er kurzfristig die Platzkapazität durch das Ankuppeln des Anhängers verdoppelt • B essere Wendigkeit, weil der Anhänger dank der Vierradlenkung spurgenau dem Zugfahrzeug folgt, was beim Gelenkbus mit starrer dritter Achse nicht der Fall ist • D er Personenanhängerbetrieb ist sowohl bei den Wagenführern der Berglinien als auch bei den Fahrgästen sehr beliebt HESS wurde Generalunternehmerin für den Personenanhänger und arbeitete auch hier mit der Firma Lanz+Marti, Sursee, zusammen. Im Gegensatz zum Lausanner Anhänger hat der Zuger eine rein mechanische Vierradlenkung. Die zehn zwischen 1993 und 1996 abgelieferten Personenanhänger sind in Halbniederflurbauweise mit einer Bodenhöhe von 522 mm gebaut worden. Die Bodenhöhe von 520 mm ermöglichte eine optimale Bestuhlung für die langen Fahrzeiten als Komfort für den Fahrgast. Die Zugfahrzeuge sind ebenfalls von HESS und enthalten Chassis vom Typ NAW BU5-25. Links: BusZug7 für den Hamburger Hafen
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