KINDERÄRZTE.SCHWEIZ 2/2025

02 / 2025 FORTBILDUNG: THEMENHEFTTEIL KINDERÄRZTE. SCHWEIZ 25 Apps meist auf Erwachsenendaten basieren oder ohne ein klinisches Korrelat am ehesten einer Fehlmessung entsprechen. Datenschutz und Sicherheit Eine Limitation in der Anwendung von Wearables liegt im Bereich Datenschutz und Datensicherheit. Wearables sammeln sensible Gesundheitsdaten, und es müssen strenge Datenschutzrichtlinien eingehalten werden, um die Privatsphäre der Kinder zu schützen. Teilweise muss die Smart Watch eines Erziehungsberechtigten genutzt werden, sodass das symptomatische Kind möglicherweise nicht Eigentümer der Smart Watch (und der dazugehörigen Gesundheitsapp) ist. Für die meisten Gesundheitsapps ist eine Anmeldung mit persönlichen Daten notwendig, und es muss sich eine Person im Erwachsenenalter registrieren. Auch die Sicherheit der Datenübertragung muss gewährleistet sein, um eine unbefugte Nutzung der Informationen zu verhindern (Tandon et al. 2024). Fazit Die Verwendung von Smart Watches in der Diagnostik von Herzrhythmusstörungen bei Kindern hat das Potenzial, die frühzeitige Erkennung und Überwachung von Arrhythmien deutlich zu vereinfachen und zu verbessern. Die kontinuierliche Datenerhebung, die einfache Verfügbarkeit in der Schweiz, die Benutzerfreundlichkeit und die zunehmende Präzision dieser Geräte stellen klare Vorteile dar. Herausforderungen bestehen insbesondere in Bezug auf die Validierung in der Kinderkardiologie, die Genauigkeit bei komplexeren Arrhythmien und den Datenschutz. Zukünftige Entwicklungen können jedoch die diagnostischen Möglichkeiten im Bereich Kinderkardiologie erheblich erweitern und die klinische Praxis in der Kinderkardiologie in der Diagnostik von einigen Herzrhythmusstörungen im Kindesalter weiter erleichtern und verbessern. ■ A B C Abbildung 1: A) Dokumentation eines Sinusrhythmus mit einer Apple Smart Watch bei einem 16-Jährigen Patienten in asymptomatischem Zustand (Test). B) Dokumentation einer supraventrikulären Tachykardie bei dem 16Jahre alten Patienten im Rahmen von subjektiv empfundenem «Herzrasen» in Ruhe. Herzfrequenz ca. 150-160/min. Dauer des Ereignisses ca. 5 min. A) Dokumentation des Endes einer supraventrikulären Tachykardie und Wiederbeginn von Sinusrhythmus bei dem 16-Jahre alten Patienten, dokumentiert mit der patienteneigenen Apple Smart Watch. Abbildung 1: Dokumentation einer supraventrikulären Tachykardie mittels einer Apple Smart Watch bei einem 16 Jahre alten Patienten. A) Dokumentation eines Sinusrhythmus mit einer Apple Smart Watch bei einem 16-jährigen Patienten in asymptomatischem Zustand (Test). B) Dokumentation einer supraventrikulären Tachykardie bei dem 16 Jahre alten Patienten im Rahmen von subjektiv empfundenem «Herzrasen» in Ruhe. Herzfrequenz ca. 150–160/min. Dauer des Ereignisses ca. 5 min. C) Dokumentation des Endes einer supraventrikulären Tachykardie und Wiederbeginn von Sinusrhythmus bei dem 16 Jahre alten Patienten, dokumentiert mit der patienteneigenen Apple Smart Watch. A B C Abbildung 1: A) Dokumentation eines Sinusrhythmus mit einer Apple Smart Watch bei einem 16-Jährigen Patienten in asymptomatischem Zustand (Test). B) Dokumentation einer supraventrikulären Tachykardie bei dem 16Jahre alten Patienten im Rahmen von subjektiv empfundenem «Herzrasen» in Ruhe. Herzfrequenz ca. 150-160/min. Dauer des Ereignisses ca. 5 min. A) Dokumentation des Endes einer supraventrikulären Tachykardie und Wiederbeginn von Sinusrhythmus bei dem 16-Jahre alten Patienten, dokumentiert mit der patienteneigenen Apple Smart Watch. A B C Abbildung 1: A) Dokumentation eines Sinusrhythmus mit einer Apple Smart Watch bei einem 16-Jährigen Patienten in asymptomatischem Zustand (Test). B) Dokumentation einer supraventrikulären Tachykardie bei dem 16Jahre alten Patienten im Rahmen von subjektiv empfundenem «Herzrasen» in Ruhe. Herzfrequenz ca. 150-160/min. Dauer des Ereignisses ca. 5 min. A) Dokumentation des Endes einer supraventrikulären Tachykardie und Wiederbeginn von Sinusrhythmus bei dem 16-Jahre alten Patienten, dokumentiert mit der patienteneigenen Apple Smart Watch. Quelle: Kinderherzen, Zentrum für Kinderkardiologie Bild: Louise, 5 Jahre

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