HESS - 1882-2007

90 Ein Mass konnte er allerdings nicht selber beschaffen. Deshalb musste ich einspringen. Vater befahl: «Du als kleinster von uns kriechst unter den Wagen. Dort, in der Wagenmitte, siehst du einen schwarzen Klotz. Nimm den Meter, stell ihn neben den Klotz auf den Erdboden, halte den Daumen auf die untere Kante und bring mir das Metermass, ohne es zu verschieben, wieder zurück.» Ich höre noch heute Vaters befriedigte Stimme, als ich unter dem Wagen wieder hervorkroch: «28 Zentimeter zwischen Elektromotor und Strassenoberfläche.» Es war für Trolleybusse ein wichtiges Stichmass, das in Zukunft immer wieder diskutiert werden sollte.» Im selben Jahr 1939 bekam die Carrosserie HESS den Auftrag für ihren ersten Trolleybusaufbau. Die Stimmbürger der Stadt Biel hatten die schrittweise Einstellung ihres Trambetriebs und dessen Ersatz durch ein Trolleybusnetz beschlossen. Die ersten Schienen wurden 1940 entfernt – auf diesen Zeitpunkt erhielt die Bieler Trambahn sechs Trolleybusse mit 600 V-Gleichstrommotoren von BBC, Carrosserien von HESS und Chassis von Berna. Nach heutigen Begriffen handelte es sich um Midi-Trolleybusse, sie waren 9,80 m lang, 2,40 m breit und hatten einen Radstand von 4,75 m. Auf Längssitzen wurden 32 Sitzplätze angeboten; mit den Stehplätzen zusammen fassten die Busse 78 Personen. Der Ein- und Ausstieg erfolgte über je eine einfachbreite Türe im Bug und im Heck. Die nächste Bestellung für Elektrobusaufbauten kam 1940 von den Basler Strassenbahnen. Diese hatten infolge eines Garagenbrandes zwei Saurer 4BPO Autobusse verloren, die dringend ersetzt werden mussten. Die Wahl der Verantwortlichen fiel auf diesel-elektrische Frontlenker von Links und unten: HESS/FBW/BBC 51 Duobus BVB Basel Nr 10 (1941), dazu Heck mit Blick auf Motorraum (Bodendeckel) und Innenansicht.

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