HESS - 1882-2007

82 den Vorschlägen übernahm HESS etwas – in diesem Sinne ist also nicht eine einzelne DesignerHandschrift erkennbar, sondern es handelt sich um «Design by HESS». Neu konzipiert wurde das ganze Interieur: Neue Dachverschalungen, ruhigere Linienführung auch im Türaggregatbereich, neues, wartungsfreundlicheres Lichtband. Das bewährte Heizungs-/Lüftungssystem der Vorgängerreihe konnte praktisch unverändert übernommen. Keine «HESO»-Sitze mehr Auch bei den Sitzen gab es eine Entwicklung ab: Mit wenigen Ausnahmen hatte HESS immer eigene Sitzmodelle eingebaut. In einer kurzen Phase in den frühen 1960er-Jahren musste auf Kundenwunsch bei Postkurswagen der sogenannte Pommery-Sitz von Eggli eingebaut werden – zur Namensgebung erzählt man sich, dass anlässlich der Einweihung jener Sitze bei Eggli im «Carnozet»-raum für die Postverantwortlichen eine Flasche Pommery Champagner entkorkt worden sei ...! In der letzten Phase der eigenen Sitzproduktion, das heisst von den CO-BOLT®1-Bussen ab 1984 bis hin zu den ersten CO-BOLT® 2-Bussen, gelangte der patentierte Heso-Sitz Typ III zum Einbau, ein für den Fahrgast komfortables Sitzsystem mit leicht austauschbaren Kunststoffverschalungen, Schaumgummi-Formeinlagen und Stoff- oder Kunstlederüberzügen. Da bei den Niederflurbussen die Räume unter den Sitzen mehr und mehr von Kästen beansprucht wurden, drängte sich eine Überarbeitung der HesoSitzreihe auf. Man entschied sich, inskünftig auf die eigene Sitzfertigung zu verzichten. Der Fahrerarbeitsplatz ist hingegen eine Eigenentwicklung von HESS, die Verwandtschaft zum CO-BOLT® 2 ist gut erkennbar. Die Kompatibiliät zum VDV-Arbeitsplatz ist gegeben. Links: Kom 7756, eine 12-m-Niederflurbus mit grosszügigen Glasflächen und tollem Innenausbau.

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