64 Trend zu stärkeren Motoren Um im allgemeinen Trend der stärkeren Motorisierung mithalten zu können, musste Saurer ein leistungsfähigeres Triebwerk einbauen als den CR2D-Lm 4-Zylindermotor (5,82 Liter; 115 PS) der 2H/V2H-Reihe mit einem maximalen Drehmoment von 48 mkg bei 1200 Touren. Die Wahl fiel auf den 6-Zylinder-Dieselmotor CT4D-Lm mit mechanischer Aufladung (6,83 Liter; 150 PS), der bei 1300 Umdrehungen ein Drehmoment von 52 mkg entwickelte. Dieser Motor wurde zusammen mit einem mechanisch geschalteten 8-Gang-Getriebe im hintersten Teil des verbreiterten zentralen Kastens längs stehend eingebaut. Gegen Ende der Bauzeit erhielten einige 3DH den etwas stärkeren CT4DS-Lm-Motor eingebaut (7,48 Liter; 175 PS). Am 3DH-Projekt beteiligten sich fast alle grösseren Schweizer Carrosseriehersteller, so Saurer selbst, Eggli, Gangloff, Hess, Krapf, Ramseier+Jenzer, Rizzi und Tüscher. HESS hatte beim Gemeinschaftswerk des VSCI-Saurer 3DH Reisewagens die Verantwortung für die Gesamtkonzeption. Zudem wurde das Fahrgestell aus Stahlblechprofilen in Bellach geschweisst. Andere Carrosserieunternehmen lieferten die Front, die Seitenwände, das Dach und die Heckwand. Bei HESS wurden diese Module montiert. Anschliessend ging das Fahrzeug zum Einbau von Fahrwerk und Motor nach Arbon zur Firma Saurer. Von oben nach unten: Messstation der Alusuisse, mit den Spezialisten am Werk. 1973, Testfahrten mit Dehnmessstreifen auf Holperstrecke zwischen Bellach und Selzach (Grossprofilkonstruktion). Links: 1977, Paradeaufstellung der 8 Stadtbusse für BSU (Solothurn).
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