55 Neue Solothurner Busse Positiv beeinflusste die Fensterbefestigung die Verwindungssteifigkeit der Carrosserie: Die Seitenscheiben waren nicht mehr als Senkfenster ausgeführt, sondern in Gummiprofilen im Aufbau befestigt. Natürlich brachte das noch nicht den Festigkeitsgewinn der heutigen geklebten Scheiben, aber die Wirkung war bedeutend besser als bei den früheren Senkfenstern. Im obersten Viertel waren die Seitenscheiben mit verschiebbaren Lüftungsflügeln versehen. Die neuen Solothurner Busse waren primär als Linienfahrzeuge konzipiert und hatten deshalb den Sitzteiler 2 + 1. Für den Extrafahrteneinsatz konnten an den Einzelsitzen 12 zusätzBusse Oben: HESS Alpenwagen PTT im Bau bei Hess, Werkhalle in Bellach, ca. 1956. auftreten. Vorder- und Hinterachse ruhten auf Blattfedern. Die Lenkung und alle Laufwerkteile sowie der Mittelunterflur eingebaute EDU 6-Zylinder-Dieselmotor stammten von FBW (B51U Komponenten). Auch das halbautomatische Planetengetriebe PG51 lieferte FBW. Die eigentliche Carrosserie wurde als Schale konzipiert. Strangpress-Profile bildeten die Säulen des Carrosseriegerippes. Über den Fenstern gingen diese in die gewölbten Dachspriegel über. Längsprofile verbanden die Fenstersäulen, diese wiederum waren mit den Blechtafeln der Aussenseitenverkleidung vernietet. Verschiedene Profile versteiften die Seitenwände. Für den Wagenboden wählte man Trapezbleche in Anticorodal, das mit Längs- und Querträgern vernietet wurde.
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