HESS - 1882-2007

45 Busse Betriebe in der näheren Umgebung. Sie waren in der damals üblichen Bauweise gehalten: Auf dem Stahlchassis von Saurer, Berna, FBW, Arbenz, Martini oder von ausländischen Herstellern wurde ein Holzgerippe errichtet, das sich gegen aussen mit Stahlblech verkleiden liess. Bereits 1920 verwendeten die Brüder Hess bei einzelnen Aufbauten Stahl anstelle von Holz für den Gerippebau. Das Buswesen in den 1920er-Jahren war von der Philosophie geprägt, dass für Ausflugsfahrten offene Fahrzeuge eingesetzt werden sollten. Im urbanen Linienbetrieb hingegen seien geschlossene Omnibusse zu verwenden. Im Aufbau des damaligen Wagenparks der Schweizer Postverwaltung spiegelte sich diese Maxime in der Beschaffung von offenen Cars alpins mit SegeltuchScherenverdecken und von Omnibussen mit festem Dach. Die klimatischen Verhältnisse der Schweiz hatten aber zur Folge, dass die Euphorie, mit der die Alpeneroberung durch die Automobilpost ab 1919 stattfand, einer gewissen Ernüchterung Platz machen musste – zu oft waren die offenen Ausflugswagen im Regen oder sogar im Links: HESS Car alpin, Autoverkehr Aarberg und Umgebung Nr. 5, ca. 1926. Links: HESS Car alpin, Maffiolini Payerne, ca. 1927 Links: Lastwagenchassis mit hochliegendem Passagieraufbau und Scherenverdeck (Wechselaufbau, Schneeberger Reconvilier, ca. 1925). Unten links: Zum Car alpin umgebauter FBW A (1919). 3½-t-Lastwagen mit Zürcher 4-Zylinder-Motor, Weibel Alberswil, ca. 1925. Unten rechts: HESS Post Nrn. 3203 und 3204 (1927). Carrosserie mit heruntergezogenen Seitenwänden.

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