35 Hess als Carrossier für Personenwagen riegranaten für die französische Armee herstellen liess, hatte die Grossserienmethoden der Amerikaner sehr genau studiert. Er lancierte das Citroën Modell A, von dem 1921 etwa 10 000 Einheiten gebaut wurden. Diese beiden Beispiele illustrieren, wie sich der Automobilbau seit der Jahrhundertwende entwickelt hatte. Serienfertigungen im grossen Stil machten natürlich auch günstige Preise möglich. Andere Marken hatten in ähnlicher Weise ihre Produktion modernisiert. So gab es Anfang der 1920er-Jahre auch in der Schweiz eine ganze Palette von Personenwagen in allen Grössen und Preislagen. Wer allerdings in diesem Wettbewerb um die Gunst der Kunden nicht oder nur unter grossen Schwierigkeiten mithalten konnte, waren die kleinen Hersteller, denen meistens das erforderliche Kapital für die Modernisierung in grossem Stil fehlte. Obgleich die angesehene Firma Piccard & Pictet zweifellos hervorragende Autos baute und während des Krieges auch gut ausgelastet war, kam sie 1920 in finanzielle Schwierigkeiten und musste Konkurs anmelden. Die andere bedeutende Schweizer Marke, Martini, geriet in grosse Probleme, weil das Ausland zunehmend Zollbarrieren aufbaute und daOben: Strenge Linie beim schnellen Alfa Romeo RL- Cabriolet. Rechts: HESS Cabrio- Limousine mit Rolldach und festen Seitenteilen. Fiat 525. Rechts: Rassiges 4-sitziges Cabriolet. Alfa Romeo 6C1750. Rechts: Kom 378, Limousine 6/7-sitzig auf Alfa Romeo-Chassis mit langem Radstand.
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