Zenit | September 2026 FAKTEN FOKUS ✺ 13 1902 Die Schweizerischen Bundesbahnen (SBB) werden offiziell am 1. Januar 1902 gegründet. Die fünf grossen Bahn- konzerne sowie diverse kleinere Privatbahnen wurden verstaatlicht und in den SBB zusammengefasst. 1919 Die Schweiz elektri- fiziert zunehmend ihr Bahnnetz. Dank der Nutzung von Wasserkraft wird die Bahn unab- hängiger von Kohleimporten und nimmt international eine Vorreiterrolle ein. 1982 Die Schweiz führt als eines der ersten Länder den landesweiten Taktfahrplan ein. Seither fahren viele Züge jede Stunde zur gleichen Minute. 2004 Mit Bahn 2000 wird das bereits dichte Bahnnetz nochmals verbessert. Die Fahr- pläne werden besser aufeinander abge- stimmt und viele Reisezeiten verkürzt. 2016 Eröffnung des Gott- hard-Basistunnels. Mit 57 Kilometern ist er bis heute der längste Eisenbahntunnel der Welt. Vor 180 Jahren waren Züge eine tech- nische Sensation. Heute sind sie selbst- verständlich. Und doch bleibt jede Zug- reise ein kleines Wunder: Menschen, Städte und ganze Regionen werden durch wenige Zentimeter breite Schienen miteinander verbunden. Wussten Sie, dass … ... der Bahnhof Luzern täglich von über 100 000 Reisenden genutzt wird und damit zu den meistfrequentierten Bahnhöfen der Schweiz gehört? ... Schweizerinnen und Schweizer zu den fleissigsten Bahnreisenden der Welt gehören? Im Durchschnitt werden rund 2400 Bahnkilometer pro Person und Jahr zurückgelegt. ... die Brünigbahn zwischen Luzern und Interlaken zu den wenigen Zahnradbahnen im regulären Bahnverkehr gehört? Auf den steilen Abschnitten helfen Zahnräder beim Über- winden der Steigung. ... Reisende früher von Luzern nach Interlaken zunächst mit dem Dampfschiff nach Alpnachstad fahren mussten? Erst später wurde die durchgehende Bahn- verbindung erstellt. ... Die direkte IC-Strecke von Genf nach St. Gallen gehört mit rund 360 Kilometern zu den längsten Bahnverbindungen der Schweiz. Die Fahrt quer durchs Land dauert knapp vier Stunden und führt durch sechs Kantone. ... viele Schweizer Uhren ursprünglich nach den Fahrplänen der Eisenbahn gestellt wurden? Die Bahn sorgte im 19. Jahrhundert dafür, dass in der ganzen Schweiz einheitliche Uhrzeiten eingeführt wurden. ... die Zentralbahn auf ihrer Fahrt zwischen Luzern und Interlaken über den Brünigpass bis auf über 1000 Meter über Meer steigt? Damit gehört sie zu den spektakulärsten Bahnstrecken der Schweiz. ... die Direktion der Gott- hardbahn einst ihren Sitz in Luzern hatte? Die Stadt hoffte im 19. Jahrhundert, zur Drehscheibe des euro- päischen Bahnverkehrs zu werden, und investierte viel Geld in das Gotthard- projekt. ... der Glacier Express bei seiner Fahrt durch die Schweizer Alpen über 291 Brücken fährt? ... die berühmte Bahnhofsuhr der SBB mit dem roten Sekundenzeiger weltweit als Designikone gilt (Bild oben)? Sie wurde 1944 vom Schweizer Ingenieur und Designer Hans Hilfiker entworfen. Der mar- kante rote Sekundenzeiger kam erst 1955 dazu und erinnert an die rote Abfertigungskelle des Bahnhofvorstands. ... die Schweiz das dichteste Eisen- bahnnetz Europas besitzt? Auf vergleichsweise kleiner Fläche ver- kehren tausende Züge täglich auf einem engmaschigen Schienennetz. ... die Spurweite von 1435 Millimetern weltweit am häufigsten verwen- det wird? Sie geht auf George Ste- phenson zurück und wird oft «Ste- phenson-Spur» genannt. ... die Transsibirische Eisenbahn mit 9289 Kilometern die längste Bahn- strecke der Welt ist? Sie verbindet Moskau mit Wladiwostok. ... der japanische Magnetschwebezug bei einer Testfahrt mit 603 km/h einen Geschwindigkeitsrekord aufstellte?
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