KINDERÄRZTE.SCHWEIZ 3/2026

JAHRESBERICHT 03 / 2026 KINDERÄRZTE. SCHWEIZ 8 Die Vorstände von KIS und mfe prüfen derzeit eine weitere Intensivierung ihrer Zusammenarbeit. Auch in der Delegiertenversammlung, dem strategischen Organ von mfe, ist die Kinder- und Jugendmedizin breit vertreten. Neben zwei der vier offiziellen Delegiertensitze von pädiatrie schweiz, die weiterhin von KIS-Mitgliedern (Gian Bischoff, Marc Sidler) wahrgenommen werden, engagieren sich mehrere Kinder- und Jugendmediziner:innen als Vertreter:innen kantonaler und regionaler Grundversorgerorganisationen. Die Praxispädiatrie und Kinderärzte Schweiz sind auf engagierten Nachwuchs angewiesen. Deshalb pflegen wir einen regelmässigen Austausch mit den Jungen Haus- und Kinderärzt:innen Schweiz (JHaS). Mit der im vergangenen Jahr unterzeichneten gemeinsamen Unterstützungsvereinbarung wurde diese Zusammenarbeit zudem auf eine solide Grundlage gestellt. Neben einer gemeinsamen Online-Sitzung der Geschäftsstellen und Präsidien waren wir auch in diesem Jahr wieder am JHaS-Kongress in Freiburg präsent (Nora Rufener, Marc Sidler, Yasmin Yahya). Dabei durften wir einen unmittelbaren Eindruck von diesem engagierten und lebendigen Verband gewinnen sowie zahlreiche spannende Gespräche mit jungen Kolleg:innen führen. Dank unserer guten Vernetzung mit weiteren Fachorganisationen wie der SGAIM (Schweizerische Gesellschaft für Allgemeine Innere Medizin) konnten wir die Kampagne «Papiertiger – Wir behandeln Menschen, nicht Formulare» als Partnerorganisation unterstützen. In die Agenda Grundversorgung des Bundesamtes für Gesundheit (BAG) waren wir von Anfang an aktiv einbezogen (Stefan Roth, Marc Sidler). Gemeinsam mit pädiatrie schweiz, mfe Haus- und Kinderärzte Schweiz sowie weiteren Vertreter:innen der Kinder- und Jugendmedizin (Kinder- und Jugendpsychiatrie, Kinderpflege) brachten wir die Anliegen von Kindern und Jugendlichen aktiv ein. Wir werden den Prozess weiter aktiv begleiten. Zudem ist KIS in der neu gebildeten Begleitgruppe «Grundlagenbericht ärztliche Weiterbildung» vertreten (Helena Gerritsma Schirlo). In einer weiteren neu eingesetzten Arbeitsgruppe Nationale Strategie ME/CFS & Long Covid wird KIS durch Jürg Streuli vertreten. Er bringt dort seine Expertise ein und vertritt die Interessen von KIS und pädiatrie schweiz. Sandra Burri, KIS-Verantwortliche für das Thema Impfungen, vertritt KIS im Nationalen Programm Impfungen (NPI), vormals Nationale Strategie Impfungen (NSI). Die Webplattform «Impfen Schweiz» wurde lanciert und schrittweise mit Inhalten gefüllt. KIS wirkte dabei an der Erarbeitung und fachlichen Prüfung von Informationen zu sämtlichen empfohlenen Impfungen für die Bevölkerung sowie für Gesundheitsfachpersonen mit. Zudem brachte sich KIS bei Fragen zur Struktur und Nutzerführung der Website ein. Der Bereich für die Bevölkerung soll bis Ende Jahr abgeschlossen werden; die Inhalte für Gesundheitsfachpersonen werden im kommenden Jahr weiter ausgebaut. Darüber hinaus bringt sich Sandra Burri im Rahmen der Strategie Antibiotikaresistenzen Schweiz (StAR) des BAG zur Bekämpfung von Antibiotikaresistenzen ein. In der Arbeitsgruppe wurden verschiedene Massnahmen zur Sensibilisierung der Bevölkerung diskutiert und erarbeitet. Ziel ist es, das Verständnis für den sachgerechten Einsatz von Antibiotika zu fördern und gleichzeitig das Bewusstsein für die Entstehung und die Folgen von Antibiotikaresistenzen zu stärken. Eine nationale Informationskampagne ist für den Herbst geplant. Im Geschäftsjahr 2025/26 konnten wir unsere internationalen Kontakte erneut pflegen und weiter ausbauen. Das neunte Ländertreffen der Berufsverbände wurde von den österreichischen Kolleg:innen im schönen Bregenz am Bodensee organisiert. Die KIS-Delegation (Sandra Burri, Marc Sidler) wurde durch unseren jungen Kollegen Julian Jakob verstärkt, der neue Perspektiven und Impulse in den Austausch einbrachte (Bericht siehe KIS News 02/26, S. 10). Am Treffen der europäischen pädiatrischen Grundversorger: ECPCP (European Confederation of Primary Care Pediatricians) in Istanbul nahm Marc Sidler als KIS-Delegierter teil und setzte mit seinen Beiträgen zu den Themen Hitze und Schule sowie zum Handbuch für Praxisassistenz wichtige Impulse und stiess verschiedene Diskussionen an. Mit KIS-Mitglied Christoph Bornhöft, Delegiertem von pädiatrie schweiz und neu gewähltem Vizepräsidenten, ist die Schweiz in dieser Organisation hervorragend vertreten (Bericht siehe KIS News 02/26, S. 11). 28. ECPCP-Meeting Istanbul Foto: Christoph Bornhöft

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