59 Für die Aufbauten der 1957 gelieferten Busse hatte man hauptsächlich Anticorodal-100-Profile und Aluman-100-Bleche verwendet. Bei der Ausführung 1967 bestanden die Profile vorwiegend aus Unidur-080 und Unidur-100, die Bleche aus Aluman-100 und die Gussteile aus Anticorodal70. Die Verbindungen waren nicht mehr genietet, sondern MIG-geschweisst. Die neuen Gerippe- und Plattformkonstruktionen erhielten keinen Schutzanstrich mehr. Die wenigen Berührungsflächen zwischen Stahl und Aluminium wurden vor dem Zusammenbau behandelt und im nassen Zustand verschraubt. Bei den Trolleybussen (Nrn. 131–148) griff man auf die Komponenten der 1951 gelieferten Serie Nrn. 101–118 zurück, die in den Abbruch ging: Saurer-Achsen und -Lenkung wurden zum grossen Teil wiederverwendet, die elektrischen Ausrüstungen von BBC wurden komplett übernommen. Die Autobusse (Nrn. 255–275) wurden von Grund auf neu gebaut. Im Gegensatz zur Serie von 1957 zeichnete HESS nun auch beim Dieselbus verantwortlich für die Plattform und für den Aufbau. Dieselbus- und Trolleybuskonstruktion waren bei dieser zweiten Generation identisch! Erstaunlich ist der Umstand, dass die zweite, jüngere Serie bei weitem nicht die Laufleistung ihrer Vorgänger erreichte. Der grösste Teil der Fahrzeuge wurde bereits 1985, 17-jährig, ausser Verkehr gesetzt. Ein kleiner Teil konnte 1992 nach Südamerika abgegeben werden. Auf der einen Seite waren betriebliche Gründe (Umstellung vom Anhängerbetrieb auf Gelenktrolleybusse) dafür verantwortlich, auf der anderen Seite konnte die Philosophie, Occasion-Elektrik- und Fahrwerkkomponenten in neue Langzeitcarrosserien einzubauen, nicht aufgehen. Busse Rechts (beide): HESS Omnibus, VBSG St. Gallen Nr. 213 (1956), dazu Detailaufnahme Heckmotor.
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