40 Unten: «Soletta» Mittelmotor unter der Heckbank. Soletta 1956 Ingenieur Willy Ernst Salzmann lebte in Solothurn. Er hatte eine neuartige elastische Antriebsachse für Kleinwagen entwickelt. Als sich von den vielen ausländischen Marken keine zu einem Auftrag entschliessen konnte, entschied er sich, selbst einen Prototypen herstellen zu lassen. Der Versuchswagen wurde in der sensationell kurzen Zeit von nur sechs Wochen gebaut. In technischer Hinsicht hochinteressant, fand die Soletta 750 am Genfer und Pariser Salon von 1956 in Fachkreisen viel Beachtung. Angetrieben wurde der Kleinwagen durch einen von Condor gebauten und von Salzmann modifizierten, luftgekühlten Zweizylinder-Boxermotor, der 22 PS leistete und eine Spitzengeschwindigkeit von 100 km/h ermöglichte. Motor, Dreiganggetriebe und der patentierte Achsantrieb waren als Einheit zusammengefasst und unter der hinteren Sitzbank eingebaut. Der Aufbau für die Soletta war in den Werkstätten der von HESS entstanden. Mit Hilfe von zwei massstabgetreuen Holzformen wurde eine Kunststoffcarrosserie gefertigt, die auf die Fahrzeugplattform mit Rohrgerippe geklebt wurde. Der Kleinwagen wog etwa 500 Kg. Obgleich sich verschiedene bedeutende Automobilhersteller für die Soletta interessierten und Salzmann etwa 400 schriftliche Anfragen erhielt, kam es zu keinen Vertragsabschlüssen. Der Prototyp befindet sich heute im Besitz des Swiss Car Registers, das sich der Erhaltung des automobilen Kulturgutes in der Schweiz widmet. Carrosserie-Reparaturen heute Die Carrosserie HESS AG, die 1947 in neue Produktions- und Werkstattgebäude in Bellach umgezogen war, beschäftigt sich heute sowohl im Stammhaus als auch in den Tochterfirmen Lauber (Prangins) und Tüscher (Dälliken) nach wie vor mit der Ausführung von Carrosserie-Reparturen an Personenwagen aller Art. Dafür stehen sorgfältig ausgebildete Fachleute sowie modernste Einrichtungen und Anlagen zur Verfügung.
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