172 sich zu einem bemerkenswerten, immer ausbaufähigem Baukasten entwickelt hat und immer wieder neue Möglichkeiten eröffnet, nicht zuletzt durch partnerschaftliche Beziehungen zu den Lizenznehmern. 1977 meldete sich das australische Busunternehmen Grenda Bus aus Melbourne bei HESS. Der damalige Leiter Technik, Naville Raffin, war als begeisterter Kampfpilot und Patrouillenkommandant der australischen Flugwaffe mit dem Werkstoff Aluminium vertraut und kannte dessen Vorzüge. Nach einem Besuch in Bellach, zusammen mit seinem Chef und Inhaber von Grenda Bus, Ken Grenda, kam man rasch zur Einigung. Die Fahrzeuge sollten in Lizenz in den Werkstätten von Grenda Bus zusammengebaut werden. Fast zeitgleich gab es Kontakte zur neuseeländischen Firma NZ Motorbodies aus Palmerston North. 1978 wurden an beide Firmen die ersten Bausätze geliefert und Max Naef flog mit zwei Mitarbeitern nach «Down Under», um beim Start des Baus der ersten Fahrzeuge mitzuhelfen. Die damalige Konstruktion war noch geschweisst und Max Naef kehrte mit der Überzeugung nach Bellach zurück, dass es für die Zukunft einfachere Lösungen geben müsse. So ging in Neuseeland während dem Bau der Fahzeuge plötzlich das Schweissgas Argon aus. Es musste dann mit Luftfracht aus Japan per Express eingeflogen werden. Naefs Vision war, ein System zu entwickeln, das den kostengünstigen Einstieg in den Busbau erlaubt. Fahrgestelle mit länderspezifischen Spezifikationen sollten von jeweilig globalen Produzenten bezogen werden können, während die Aufbauten dank HESS-System vor Ort gefertigt würden. So kann sich das CO-BOLT®-Baukastensystem immer weiter entwickeln. Der Support von HESS betraf in den ersten Jahren vor allem den Rohbau. Mehr und mehr kamen aber auch Zubehörteile dazu, wie Gummiprofile und Verschlüsse bis hin zur Elektronik. Weiteres Material kann je nach Möglichkeit lokal bezogen oder gefertigt werden. Je nach Region bringt das etliches in Gang für Ausstattungsteile, Kleinteile in Metall oder in GFK aus einfachen Negativformen. Vieles kann dabei in der Anfangsphase auch handwerklich gefertigt werden. Die Verfügbarkeit der Ersatzteile für den Oben: 1950, Einbaufertige Innenanzeigen. Links: 1978, Jetzt kommen wir und dürfen Aluminium- Busse in Australien bauen (Englisch lernen wir später). Von links: Max Naef, Marcel Chuard Unten: Juni 1978, Lizenzsprung nach Australien mit der Firma VOLGREN Melbourne. Der Prototyp vor Ort im Aufbau.
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