Zenit | März 2026 11 IM ZENIT Trotz ihres Erfolgs als «älteste» Moderatorin am ESC: Älter werden ist gerade für Menschen, die im Showbusiness tätig sind, kein einfaches Thema. «Ich würde lügen, wenn ich behaupten würde, dass es mir nichts ausmacht, älter zu werden», sagt Sandra Studer. Es sei eine Herausforderung und ein Prozess. Klar ist für sie, dass alt werden nicht bedeutet, möglichst schön, jung und knusprig auszusehen. «Gut altern heisst, bei sich bleiben. Ich orientiere mich an Menschen, die das gut machen, etwa meine 93-jährige Schwiegermutter, die mit so viel Interesse und Freude am Leben teilnimmt, dass ihr jeweils alle am Tisch gebannt zuhören, wenn sie spricht.» Das sei das Essentielle: Die Neugier am Leben und das Interesse an Menschen. «Insofern denke ich, dass ich das Alter nicht fürchten muss.» den letzten Funken Jugendlichkeit aus mir herauspressen müssen», bringt sie es auf den Punkt. Gleichzeitig findet sie es wichtig, dass Frauen ab einem gewissen Alter nicht einfach «unsichtbar» werden. «Alle reden von Diversität – wo ist die geblieben, wenn es um ältere Menschen geht?» So gesehen sieht sich Sandra Studer auch als positives Beispiel, wenn sie weiterhin in der Öffentlichkeit tätig bleibt. Bis 80 voll arbeiten möchte sie aber nicht. «Obwohl ich mich jetzt schon auf alle Rollen freue, die man eben erst als alte Frau spielen kann.» Mehr reisen würde sie gerne. «Mein Mann seufzt jetzt schon, dass wir das möglichst bald umsetzen müssen. Wenn dann mal die Enkel kommen, hätte ich sicher keine Zeit mehr dafür.» Sie lacht. «Er kennt mich ziemlich gut. Ich werde sicher eine leidenschaftliche Grossmama.» «Gut altern heisst, bei sich bleiben. Ich orientiere mich an Menschen, die das gut machen.» Inserat Als Frau im Rampenlicht ist es aber nicht ganz so einfach. Sie kann sich nicht vorstellen, in zehn Jahren mit Stöckelschuhen auf der Bühne zu moderieren. «Ich möchte nicht dereinst Weitere Infos unter ausderregion.ch/luzern Wir fördern die regionale Vielfalt.
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