JAHRESTAGUNG 04 / 2025 KINDERÄRZTE. SCHWEIZ 34 Teamworkshop Ärzt:innen und MPAs: Didaktik 15 «Sie bringen Ihre Botschaft rüber» – Tipps und Tools für interaktive und attraktive Fortbildungen REFERIERENDE/AUTOREN: DR. MED. CHRISTIAN SCHIRLO MME (Bern), Leiter Studiendekanat, Fakultät für Gesundheitswissenschaften und Medizin, Universität Luzern DR. MED. HELENA GERRITSMA SCHIRLO Fachärztin für Kinder- und Jugendmedizin, Vorstand Kinderärzte Schweiz, Kinderarztmentorin Kinderspital Kantonsspital Aarau, Kinderarztpraxis in Aarau Korrespondenzadresse: helena.gerritsma@hin.ch Aus der Lernpsychologie ist bekannt, dass nach 20– 25 Minuten die Aufmerksamkeit der Zuhörenden sinkt und eine Aktivität resp. ein Wechsel des Formats die Aufnahmefähigkeit wieder erhöhen kann, damit Lerninhalte auch nachhaltig erlernt werden. Buzz-group, Mentimeter, Kahoot und vieles mehr ist möglich und darf eingesetzt werden; macht Spass und steigert die Lernkurve. Am Ende der Fortbildung kann in verschiedenen Formen abgeholt werden, was hängen geblieben ist und auch was verbessert werden kann. Dazu haben wir unsere Feedbackformulare; als sinnvolle Ergänzung dazu gibt es viele Ressourcen-sparend einsetzbare Techniken, wie z. B. «the muddiest point» oder das «one minute paper». ■ Kompetenzorientiert moderieren – Inhalte interaktiv vermitteln: Das waren die Themen zweier Workshops an der diesjährigen Jubiläumstagung. Wir haben uns sehr darüber gefreut, beide Workshops mit interessierten und sich aktiv einbringenden Teilnehmenden zu gestalten. Schwerpunktmässig haben wir Möglichkeiten des Einstieges in eine Fortbildung besprochen, Interaktionsmöglichkeiten in analoger und digitaler Form diskutiert, wenn möglich ausprobiert und die Gestaltung des Fortbildungsendes erläutert. Ein ungezwungener Einstieg in eine Fortbildung, der die Teilnehmenden verbindet und den Referierenden dem Publikum etwas näherbringt; dazu haben wir einige Möglichkeiten beispielhaft integriert. Workshop Ärzt:innen und MPAs: Digitalisierung in der Kinderarztpraxis Wie sie uns das Leben leichter machen kann REFERENT/AUTOR: DR. MED. KAI KÖNIG Facharzt für Kinder- und Jugendmedizin, Kinderarztpraxis im Garten, Luzern MODERATION/AUTORIN: ALISSA CASUCCI leitende MPA, Kinderarztpraxis im Garten, Luzern Korrespondenzadresse: kinderarzt.garten@hin.ch alissa.meyer@hin.ch bar E-Mail-Inbox). Durch die unterschiedlichen Kategorien kann die MPA nach klinischen Angaben die Rückrufe triagieren mit dem Vorteil, dass Kinder nach Dringlichkeit und nicht nach Position in der Warteschleife besprochen werden. Eine zweite Telefonie-Anwendung, die noch in der Testphase ist, ermöglicht freie Dialoge, welche einem direkten Gespräch deutlich ähnlicher sind. Die KI-Telefonie erkennt Schlagwörter und fragt hinterlegte Fragen in flüssiger Sprache ab. Starre Kategorien entfallen. Diese Anwendung versteht auch CH-Deutsch. Im zweiten Teil wurden 2 Modelle von Onlinerezeptionen vorgestellt. Diese Tools bieten die Kommunikation über ein Tool auf der Praxiswebsite an. Der Vorteil gegenüber E-Mail-Kommunikation ist neben seriösem Datenschutz die strukturierte Abfrage der notwendigen Informationen z. B. für die Rezeptbestellung. Onlinerezeptionen werden häufig zusammen mit digitaler Telefonassistenz angeboten, sodass alle Nachrichten auf einer einzigen Plattform eingehen und bearbeitet werden können. Zum Abschluss wurde noch eine klassische Spracherkennungssoftware, die Wort für Wort Sprache in Text transkribiert, verglichen mit einer KI-Assistenz für medizinische Dokumentation, die das ärztliche Gespräch aufzeichnet und sinnvoll zusammenfasst. ■ In diesem Workshop haben wir digitale Anwendungen und Tools vorgestellt, die die Arbeitsabläufe in der Praxis erleichtern können. Zuerst haben wir 2 KI-basierte digitale Telefonassistenzsysteme zur Entlastung der MPA am Telefon demonstriert. Das erste System ist so aufgebaut, dass anrufende Eltern nach einer kurzen Erläuterung eine Kategorie wählen können, wie z.B. Terminwunsch oder Rezeptbestellung. Je nach Szenario gibt es weitere Unterkategorien. Bei Terminanfragen für ein akut krankes Kind wird standardisiert nach dem Hauptsymptom gefragt und in der Folge werden einige vorgegebene Fragen zum Allgemeinzustand abgefragt. Am Ende wird ein zeitnaher Rückruf angeboten. Für die MPA erscheinen die transkribierten Antworten in einer Online-Plattform (vergleich-
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