KINDERÄRZTE.SCHWEIZ 4/2018

K I N D E R Ä R Z T E . SCHWEIZ 23 04 / 2018 JAHRESTAGUNG 2018 Z um zweiten Mal in Folge fand im Rahmen der Jahres­ tagungeinTreffenderRegionalgruppenstatt.Andreas Würmli von VOK (Verein Ostschweizer Kinderärzte), der die diesjährige Leitung übernommen hat, konnte 22 Teilnehmer begrüssen. Schon alleine diese hohe Be- teiligung bestätigt den Bedarf dieser Vernetzung.  Es gab einige Themen und die angesetzte Zeit von einer Stunde erwies sich auch als sehr knapp. Nach einer kurzen Vorstellungsrunde stellte Andreas die neue Kooperationsform der Universitäten in Zürich und St.Gallen für das Medizinstudium vor (Joint Medical Master Uni ZH & HSG). Die erhöhte Zahl der Studien- plätze benötigt neue Kapazitäten – dies ist der Haupt- grund für diese Zusammenarbeit. Im Moment gibt es noch etliche organisatorische Fragezeichen und die Zu- kunft muss zeigen, wie gut diese gemeistert werden. Erst dann wird man beurteilen können, wie gut und sinnvoll dieses Projekt für die medizinische Grundver- sorgung ist. Bedauerlicherweise ist der Einfluss der Me- dizin auf die Entwicklung beschränkt (im Gegensatz zur Verwaltung und Politik), dies betrifft natürlich auch spe- ziell die «kleineren» Fächer wie Pädiatrie.  Eine Erfolgsgeschichte in St. Gallen ist die Vortrags­ reihe «Schule und Pädiatrie», die für (Kinder-) Ärzte, Pädagogen, Therapeuten, Kindseltern etc. angeboten wird. Sie wird fortgesetzt und wird (noch) vom Kinder- spital St. Gallen unterstützt.  Das nächste Thema waren die Notdienstregelungen in den einzelnen Regionen. In SG gibt es eine pädiat- rische Notfallpraxis am Kinderspital St.Gallen. Die dort diensttuenden Pädiater werden vom allgemeinen Not- dienst befreit und arbeiten in 6-Stunden-Schichten für eine Stundenpauschale von 100 CHF. Im Kanton Zürich gab es zuletzt einige Änderungen. Es gibt aber einen flächendeckenden pädiatrischen Notdienst mit grund- sätzlich einer einheitlichen kostenlosen Telefonnummer. Leider bietet diese seit Kurzem nur noch eine organisato- rische Triage ohne die frühere Beratung. Der Dienst kann je nach Region und Wunsch im Umland von Zürich ent- weder in der Notfallpraxis am Kinderspital Zürich oder in der eigenen Praxis erbracht werden. Die Nächte überneh- men die Notfallstationen im Kispi Zürich und Winterthur sowie der Kinderklinik im Triemlispital. In Bern ist eben diese nächtliche Versorgung durch die Kliniken gefähr- det (wegen Überforderung des Notfalls), ebenso wurde die Notfallnummer (wieder) kostenpflichtig, da sie nicht mehr subventioniert wird.  Aufgrund des Zeitdrucks konnten die Informationen aus anderen Regionen nicht mehr berichtet werden – es wird aber demnächst eine Zusammenfassung erstellt. Diese wird dann bei der Geschäftsstelle erhältlich sein.  Zum Schluss wurde die Wichtigkeit von Studien in der Praxispädiatrie betont. Diese sind dringend notwendig, um die Qualität und Effizienz unserer Arbeit nach aussen nachzuweisen. Solche Arbeiten werden in den Diskussio- nen um die Zukunft der Praxispädiatrie benötigt. Der Vor- stand möchte eine «Task Force»-Gruppe einrichten, doch dazu benötigt es Mitglieder. Interessierte in diesem Bereich sind aufgerufen, sich bei der Geschäftsstelle zu melden!  Bevor sich die Teilnehmer gemeinsam zur Mitglieder- versammlung aufgemacht haben, gab es ein einhelliges Votum, dass dieses Treffen auch bei der nächsten Jahres- tagung wieder stattfinden soll. In der Folge haben sich die Kollegen aus der Innerschweiz bereit erklärt, 2019 die Leitung zu übernehmen. Herzlichen Dank dafür! ■ Regionalgruppen-Treffen bei der JaTa 2018 DR. MED. JAN CAHLIK, AFFOLTERN A. A., VIZEPRÄSIDENT KINDER- ÄRZTE SCHWEIZ Korrespondenzadresse: b.j.cahlik@datazug.ch Andreas Würmli stellte die neue Kooperationsform der Universitäten in Zürich und St. Gallen für das Medizin- studium vor (Joint Medical Master Uni ZH & HSG).

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