KINDERÄRZTE.SCHWEIZ 4/2018
K I N D E R Ä R Z T E . SCHWEIZ 10 VERBANDSZ I ELE UND IHRE ERRE I CHUNG 04 / 2018 W ie geplant ist Ende Juni eine kleine Delegation von KIS zum Ärztetag des BVKJ nach Berlin gereist. Dort haben wir in vielerlei Hinsicht «über die Grenzen geschaut» – obwohl nicht wie gewünscht und ange- boten mit einigen Kollegen (es gab leider keine Anmel- dungen), so doch breit genug aufgestellt, um in alle Bereiche hineinschauen zu können. Mit von der Partie war das Präsidium (Heidi Zinggeler Fuhrer, Jan Cahlik), der Geschäftsführer (Daniel Brandl) sowie eine Vertre- tung der MPAs (Beatrix Cahlik) – alle wie angekündigt auf eigene Kosten. Obwohl der deutsche Kinder- und Jugendärztetag im Prinzip unserer Jahrestagung entspricht und es ei- nige Parallelen gibt, ist diese alljährliche Veranstaltung doch anders aufgebaut. Sie dauert drei Tage (Freitag bis Sonntag) und steht jeweils – wie bei uns – unter einem Motto: Dieses Jahr war es «Psychosomatik». Zu Beginn gibt es eine offizielle Eröffnung mit einer Begrüssung durch den Tagungsleiter (mit Erläuterungen zum Ta- gungsthema), einen spannenden fachlichen Hauptvor- trag (2018: «Wind of Change: Wie die Generationen Y und Z den Arztberuf verändern werden»), eine be- rufspolitische Rede des Präsidenten sowie anschlies- sende Ehrungen verdienter Mitglieder. Eine Mitglie- derversammlung wie bei uns findet nicht statt, da der BVKJ aufgrund der Grösse anders organisiert ist. Es gibt 17 Landesverbände (meist entsprechend den Bundes- ländern), die auf regionaler Ebene die Aufgaben in Ab- stimmung mit dem Bundesverband wahrnehmen und im Bundesverband integriert sind. Diese Landesverbän- de entsenden ihre Vertreter zu einer Delegiertenver- sammlung, die zu einem anderen Zeitpunkt stattfindet. Während der Tagung treffen sich aber der Vorstand so- wie einige Arbeitsgruppen zu zahlreichen Sitzungen. Der fachliche Teil des Ärztetags war dieses Jahr wie folgt aufgegliedert: ein ganztägiger Kurs am Freitag (2018: Entwicklungspädiatrie), etliche 30-minütige Kurzvorträge mit anschliessenden Fragemöglichkeiten und Diskussionen, Workshops für Ärzte und MPAs so- wie mehrere Symposien zu unterschiedlichen Themen (Impfungen, ADHS,…). Den Abschluss bildete eine be- rufspolitische Podiumsdiskussion (diesmal: «Arbeitsbe- dingungen» – mit Einbezug der Praxispädiater, Kliniken und Studentenorganisationen). MPA Workshops: Jede angemeldete MPA hatte die Möglichkeit, an vier Workshops teilzunehmen. Die Auswahl bestand aus 29 (!) verschiedenen Themen, die teils wiederholt, teils nur einmal stattfanden. Es fanden sich rein fachliche Seminare (wie z. B. Sehtests, Reanimation, Kinderchi- rurgie), Organisatorisches (Dickes Fell im Praxisalltag, Eltern brauchen Führung, Abrechnungen, ...) oder an- sonsten für die Praxis Nützliches (Englisch und Tür- kisch für die Praxis, Prüfungsvorbereitung für die Aus- zubildenden, ...). Der Aufbau dieser Fortbildungen war durchaus mit unserer Jahrestagung vergleichbar – es fanden Kurzvorträge mit Diskussionen statt – je nach Thema auch praktische Übungen. Vorträge: Entsprechend des Tagungsthemas war die Vortragsrei- he im Plenum aufgebaut. Der rote Faden zog sich von «Psychosomatik – gesellschaftliche Einflussfaktoren» und «Regulationsstörungen» über «Ess- und Schlaf- störungen», «Schule macht krank» bis zu «Schwindel» und «Suizidprävention». Obwohl es sich um Frontalvor- träge handelte, entstand nach jedem Beitrag eine – teils lebhafte – Diskussion. Seminare: Hier gab es zusätzliche 13 Angebote, die teils themen- bezogen (wie Schulverweigerung), teils davon unab- hängig (Sprachentwicklung, QM,…) waren. Kinder- und Jugendärztetag in Berlin, 22. –24. Juni 2018 Jahrestagung des Deutschen Berufsverbandes der Kinder- und Jugendärzte, BVKJ DR. MED. JAN CAHLIK, AFFOLTERN A.A., VIZEPRÄSIDENT KINDER- ÄRZTE SCHWEIZ Korrespondenzadresse: b.j.cahlik@datazug.ch
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