61 zer-Schnauzenwagen. Hausner und sein Technikerstab testeten das neue Postauto auf den anspruchsvollsten Strecken, so beispielsweise auf der Strecke Meiringen–Rosenlaui–Schwarzwald alp. Das Fahrzeug erfüllte die gestellten Bedingungen bestens, die Option zur Serienfertigung konnte eingelöst werden. Der zweite Prototyp wurde im Juni 1962 in Betrieb genommen. Wermutstropfen für HESS Die Auslieferung der Serienfahrzeuge P21002– 21021 geschah zwischen 1962 und 1965. Einen Wermutstropfen musste dabei die Firma HESS schlucken: Nachdem man mit der Prototypenkonstruktion gewissermassen die Lösung vorgegeben hatte, meldete FBW Ansprüche zur Herstellung der Chassis an – vorher hatte sich die Wetzikoner Firma an der Chassisentwicklung wenig interessiert gezeigt. So erhielten die Serienfahrzeuge wieder ein konventionelles Stahlleiterchassis als Unterbau. Die Blattfederung wurde von P21000 übernommen, Dachkonstruktion und Motorisierung vom P21001. Der Verzicht auf den Aluminiumunterbau bedeutete eine Gewichtssteigerung der Serienfahrzeuge gegenüber P21000 um 900 kg! Auch etwas grösser dimensionierte Achsen gelangten zum Einbau. Bekannt waren diese Alpenwagen unter der Bezeichnung PCUA. Geändert wurde bei den Serienfahrzeugen auch das Carrosseriedesign: Aus der Arbeitsgemeinschaft der Firmen HESS, Frech-Hoch und Gangloff ging ein Bus mit einem «kecken» Outfit hervor, der sich von den etwas «pummelig» wirkenden Prototypen angenehm abhob. Die Veränderungen betrafen in erster Linie die Heckgestaltung mit der relativ hohen und leicht vorspringenden Dachabrisskante sowie die Front, die anstelle der ungeteilten Panoramascheibe nun zwei flache Block-Windschutzscheiben aufwies. Damit griffen diese Alpenwagen III-U die wesentlichen Designelemente der weiter unten beschriebenen Alpenwagen IV-U auf. HESS lieferte 3, Gangloff 4 und Frech-Hoch 13 Einheiten dieser Serie. Die Alpenwagen III-U kamen unmittelbar nach ihrer Ablieferung auf folgenden Postautolinien zum Einsatz: Meiringen–Schwarzwaldalp, Chur–Tschiertschen, Chur–St. Peter, Scuol– Samnaun und Scuol–Val Sinestra. In späteren Jahren tauchten sie auch auf den HeinzenbergLinien (Thusis) und auf der Strecke Lugano–Carona auf. Mit dem weiter voranschreitenden Ausbau der Schweizer Bergstrassen gelang es den PTT, mehr und mehr Fahrzeuge mit grösseren Aussenabmessungen einzusetzen. Verbunden mit der grösseren Platzzahl konnte dadurch oftmals auf Doppel- oder Dreifachführung von Kursen mit den 28-Plätzern verzichtet werden, was von der Kostenseite her sehr willkommen war. Die Ausmusterung der Alpenwagen III-U erstreckte sich auf die Jahre 1975 bis 1990. Pièce de résistance blieb bis 1989 die Strecke Meiringen–Rosenlaui– Busse Oben: Querschnitt des Aluminiumaufbaus in Gerippebauweise geschweisst (1 Seitenwand ca. 250 Positionen).
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